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Was sind Hospize?
Der Ursprung des Begriffs "Hospiz" leitet sich aus dem lateinischen Hospitum ab. Dies bedeutet soviel wie Herberge,
Gastfreundschaft und Pflege. Hospize wurden im Mittelalter von kirchlichen Orden geführt und boten Pilgern auf ihre Reise
Verpflegung und Unterkunft. Diesen ursprünglichen Gedanken führt die Kinderhospizarbeit fort. Die Kinderhospizarbeit richtet
sich bereits auf den Zeitpunkt der Diagnoseerstellung, um die letzten Lebensmonate zu gestalten.
Das erste moderne Hospiz wurde 1879 in Dublin von der Schwesternschaft " Order of Sister of Charity" von Mary Aikenhead
gegründet. Einen wahren
" Hospiz-Boom" löste die Schweizerin Dr. Elisabeth Kübler-Ross in der USA mit ihren Buch "On Death and Dying"( zu Deutsch:
Interviews mit Sterbenden") aus.
Von Weltweit über 3.000 Hospizen befinden sich mehr als 1.800 in den USA:
Die Pionierarbeit auf dem Gebiet der Kinderhospizarbeit fand in Großbritannien statt. 1982 öffnete in Oxford das " Helen
House, das weltweit erste Kinderhospiz. Heute gibt es in Großbritannien nahezu 30 solcher Einrichtungen.
Die Hospizentwicklung in Deutschland steckt dagegen noch in den Kinderschuhen. 1986 gründete der katholische Priester Paul
Türks in Aachen das " Haus Hörn" für Erwachsene. 1992 wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. ( BAG Hospiz) vom dem
Klinikseelsorger Heinrich Pera gegründet, seit 1998 wurde die stationäre Hospizfinanzierung etabliert. Zuvor realisieren
ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter die Hospizarbeit.
Das erste Kinderhospiz in Deutschland wurde am 18. September 1998 in Olpe eröffnet. Es ist eine Herberge am Wege der Kinder,
die nur eine eingeschränkte Lebenserwartung haben. Das Kinderhospiz ist ein Ort, wo das Leben und die Lebensfreude im
Mittelpunkt stehen, und so den betroffenen Familien dabei hilft, die Ihnen noch gemeinsam verbleibende Zeit mit ihren kranken
Kindern zu gestalten. Das Kinderhospiz bietet seine Dienste der ganzen Familie an. Das Kinderhospiz dient der Entlastung der
Familie. Mit der Möglichkeiten einer zeitlich befristeten Aufnahme der betroffenen Kindern im Kinderhospiz wird den Familien
eine Atempause verschafft, damit sie wieder Kraft schöpfen, um den Anstrengungen der häuslichen Pflege besser gewachsen zu
sein. Es soll den betroffenen Kindern zu einem zweiten Zuhause werden, wo sie in einer familiären und überschaubaren Umgebung
von Fachkräften gefördert und betreut werden. Der rechtzeitige Kontakt mit den Familien in einem noch frühen
Krankheitsstadium ist erwünscht.
Problematik:
Wenn ein Kind stirbt, kehrt sich alles um: ein älterer Mensch hat schon einen größeren Teil des Lebens gelebt. Das Kind wird
das Erwachsenenleben nie erreichen. Die Eltern fragen sich: " warum nicht ich zuerst, sondern mein Kind".
Der Prozess vollzieht sich über Jahre: andere Kinder wachsen heran, das eigene Kind verliert nach und nach seine Fähigkeiten.<
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Dies wirkt sich oft auf die Partnerschaft aus ( hohe Scheidungsrate ), sowie auch auf die Geschwisterkindern (
Verhaltensauffälligkeiten ).
Überforderung der persönlichen Kräfte durch extrem aufwendige, lang andauernde Pflege sowie ständige Auseinandersetzung mit
Krankheit, Sterben, Tod und Trauer.
Zunehmende soziale Isolation der Familie, da sich das Leben immer mehr auf das kranke Kind ( die kranken Kinder) konzentriert.
Was wir unter Kinderhospizarbeit verstehen und wie wir sie umsetzen:
Die Begleitung der ganzen Familie, also auch der Geschwister und der Eltern, vom Zeitpunkt der Diagnose bis über den Tod
hinaus.
Umfassende Entlastung und Unterstützung, um die Lebensqualität der ganzen Familie zu verbessern und den Eltern dabei zu
helfen, für ihr krankes Kind sorgen zu können.
Eltern werden als die Fachleute für ihre Kinder anerkannt, man begegnet ihnen auf gleicher Augenhöhe, partnerschaftlich.
Die Arbeit umfasst auch Trauerbegleitung der gesamten Familie, solange wie gewünscht.
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